
Operativ stark geführt, während die finanzielle Steuerung vollständig beim Treuhänder liegt – ist das wirklich ideal? Viele Hotels in der Schweiz arbeiten so: Umsätze sind im PMS sichtbar, der RevPAR wird laufend analysiert. Doch die zentrale Frage bleibt oft offen: Wie steht es um die Kosten?
Wie sollen Preise fundiert definiert und bei Marktveränderungen angepasst werden, wenn keine verlässlichen, bereinigten Zahlen vorliegen? Die Herausforderung liegt in der Kostenerfassung. Häufig werden diese manuell durch den Treuhänder verbucht. Selbst bei Systemen, die Daten bündeln, aber nicht direkt mit der Finanzbuchhaltung verbunden sind, entstehen inkonsistente Ergebnisse. Das Resultat: Zahlen fehlen oder sind keine belastbare Entscheidungsgrundlage.
Damit Informationen zeitnah für Revenue Management und Führung nutzbar sind, braucht es mehr als ein Cockpit und eine externe Buchhaltung. Entscheidend ist die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Betrieb, Treuhänder und einer durchgängig automatisierten Finanzbuchhaltung mit direkter Auswertung im Dashboard. Erst dieses Zusammenspiel macht Zahlen zu echten Führungsinstrumenten.
Der Betrieb kennt das Tagesgeschäft, hier entstehen variable Kosten in F&B, Beherbergung und Nebenleistungen – abhängig von Auslastung und Frequenzen. Diese im Griff zu haben, ist zentral für Kalkulationen und Mindestpreise. Gleichzeitig sind Kosten heute oft hybrid, eine klare Trennung in fix und variabel ist kaum praktikabel – insbesondere, wenn Zahlen erst Wochen später vorliegen.
Die Zusammenarbeit zwischen Hotelbetrieb, HotelFinance und Treuhänder ermöglicht es, Chancen früh zu erkennen und Risiken gezielt zu steuern. Automatisierte Finanzdaten sorgen für Transparenz, der persönliche Austausch für die richtigen Schlüsse. So wird aus der klassischen Treuhand eine partnerschaftliche Begleitung, die aktiv zur Stabilität und Weiterentwicklung des Hotelbetriebs beiträgt.
Simon Schäublin (Melba Treuhand, Sissach)
Vom RevPAR zum ProfPAR
Angesichts steigenden Kostendrucks verliert der RevPAR an Aussagekraft. Häufig muss die Beherbergung die Restauration mittragen – das sollte in die Preisgestaltung einfliessen. Relevanter ist daher der ProfPAR, der Profit pro verfügbarem Zimmer.
Automatisierte Finanzbuchhaltung stellt Daten heute zeitnah, strukturiert und konsistent bereit. Lösungen wie HotelFinance liefern dem Betrieb einen aktuellen Gesamtüberblick ohne Verzögerung durch manuelle Prozesse.
Die Rolle des Treuhänders
Mit transparenten Zahlen verändert sich auch seine Rolle: Das System verbucht Transaktionen automatisiert, der Treuhänder fokussiert sich auf betriebswirtschaftliche Beratung, Steuern und die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung. Er wird zum Sparringspartner für unternehmerische Entscheidungen.
Dashboards mit bereinigten Finanzdaten ergänzen diese Perspektive. Kennzahlen, Budgets und Forecasts helfen, Entwicklungen früh zu erkennen und Kosten gezielt zu steuern. Preisstrategien, Investitionen und Personalentscheide lassen sich so fundiert treffen.
Nachhaltiger Erfolg in der Hotellerie entsteht dort, wo Buchhaltungsdaten automatisiert erfasst, branchengerecht aufbereitet und aktiv genutzt werden.
Uns interessiert deine Meinung zum Thema:
Sollte die Finanzsteuerung im Hotelbetrieb stärker intern verankert sein statt vollständig beim Treuhänder?
Lasst es uns wissen. Gerne lassen wir eure wertvollen Erkenntnisse in unseren Workflow einfliessen. Schreibt uns: hello@hotelfinance.ch